Baubericht 2020

08.02.2020

Die letzten Wochen standen ganz im Zeichen des Fahrbetriebs. Nach längerer Zeit war wieder reger Fahrbetrieb angesagt. Die Verlängerung der Fahrstrecke mit Bergün und Muot ist ideal und bietet abwechslungsreichen Betrieb. Es macht viel Spass, den Zügen beim Fahren zuzuschauen. Auch monatelang abgestellte Zugkompositionen kamen wieder zum Einsatz. Verständlicherweise musste der Putzwagen hie und da über die Gleise. Da ist mir auch gleich eine Putzhexe in den Sinn gekommen, was sich natürlich gut auf einer Ge 4/4 III designen lässt 🙂
Die Umstellung auf Traincontroller 9 zeigte, dass meine PC Hardware etwas veraltet ist und ich auf eine aktuelle Prozessorgeneration aufgerüstet habe. Wie es so ist mit „never change a running system“… die Verbindung von Zimo zu Traincontroller ist in der neuen Umgebung sehr instabil. Beim Starten von Traincontroller erhalte ich bei etwa 80% der Versuche eine Fehlermeldung mit Verbindungsaufbaufehler. Das ist schon nervig, weshalb ich parallel Versuche mit der schon längerer Zeit herumliegenden MX10 gestartet habe, die aktuell noch nicht von Traincontroller unterstützt wird. Jedoch scheint das Roco Z21 Protokoll gemäss einem Freiwald-Forenuser recht gut zu funktionieren. 
Eine Umstellung auf eine modernere Zentrale würde mir ein paar Vorteile mit Railcom anbieten, dennoch bin ich recht zurückhaltend was dieses Vorhaben betrifft. Denn, die aktuelle Kombination aus MX1 und TC9 läuft ansonsten super. 

Am Bahnhof Filisur ist kein Durchkommen mehr. Alle Gleise sind besetzt!

Der Fahrbetrieb ist auf mehreren Ebeneen auf Hochtouren, direkt unterhalb Filisur ist der Schattenbahnhof Chur. Ein aktualisierter Gleisplan hilft bei der Orientierung.

Der Glacier Hexpress, frisch aus der Druckerei, leistet bereits beste Dienste mit Reinigungsarbeiten. Ich nehme nicht an, dass eine solche Werbelok jemals auf Bündner Gleisen verkehren wird. 

Es wurde auch viel Zeit investiert in die Betriebssicherheit, zahlreiche neue Weichen werden ebenfalls physisch rückgemeldet. Vier Kameras liefern Bilder des hinteren Anlagenraumes zum Kommandostand. Zwei Kameras habe ich dazu an der Decke montiert, wenn alles mit Landschaft versehen ist, gibt dies sicherlich spannende Live-Cams.

Ein paralleler Versuchsaufbau mit Zimo MX10. Ob ich die Anlage tatsächlich vor offizieller Freigabe in TrainController betreibe, bezweifle ich. Schon einige Jahre warte ich auf die Implementation hierfür. Mit dem Roco Z21 Protokoll klappt es bisher gut. Der Vorteil liegt bei dieser Zentrale an LAN Anbindung, so dass ich nicht weiter auf die seriellen Schnittstellen angewiesen wäre.

12.01.2020

Die östliche Teil der Station Muot mit der Fuegna Galerie konnte kurz vor Weihnachten in die Anlage integriert und der Fahrbetrieb wieder aufgenommen werden. Aktuell setze ich mich gerade mit TrainController 9 auseinander, nachdem ich ein paar Features die mir in der Version 8 gefehlt haben, entdeckt habe.
Zum einen finde ich die Systemereignisse spannend, diese werde ich zur Initialisierung der Anlage verwenden können. Beispielsweise habe ich eine Weiche, die trotz aktiver Servoendlage nach einiger Zeit nicht mehr sauber anliegt und Probleme bereiten kann. So schaltet das Programm beim Starten besagte Weiche einmal durch. Natürlich gibt es noch weitere sinnvolle Neuerungen für mich…

Das neue Jahr ist auch ein guter Zeitpunkt um sich Gedanken – nicht über Vorsätze – dafür über mögliche Ausbauten zu machen. So möchte ich das bereits über 15 Jahre alte Surava durch Tiefencastel ersetzen. Die Station hat im Gegensatz zu Surava Personenverkehr und passt vom Gleislauf recht ideal zu meinem Plan.

Der Bahnhof Tiefencastel wird mich vermutlich in den nächsten Monaten ebenfalls beschäftigen. Bevor es ans Harte geht – das Entfernen der alten Segmente – werden Gebäude gezeichnet und gebaut. Ich möchte den heutigen Zustand, voraussichtlich jedoch mit der Siloanlage umsetzen.
Das Bahnhofgebäude weist eine gewisse Komplexität für die Umsetzung ins Modell auf, ist aber sicherlich machbar. Der Bahnhof wird an der vorderen Anlagenseite liegen, die Mauer und Hang bilden den Abschluss.
Die bestehenden Segmentumrisse wurden im CorelDraw gezeichnet, sowie ein Kartenausschnitt von map.search.ch und ein Gleisplan darauf platziert um mögliche Varianten zu ermitteln. Voraussichtlich werden 3 Segmente aus der Anlage entfernt und das Vorhaben ebenfalls auf 3 Segmenten umgesetzt.
Viel weiter in die Zukunft geschaut, könnte für die Rheinschlucht möglicherweise Trin gebaut werden. Dies würde aufgrund der im Bogen verlaufenden Gleisanlage gut in die Ecke unterhalb Bergün passen und so die Strecke nach Versam-Safien um 2-3 Meter ausdehnen.
Die Station wird nach den heutigen Gegebenheiten umgesetzt. Jedoch erlaube ich mir, das dritte Gleis, welches als Abstellgleis dient, als Durchgangsgleis zu bauen. Eine weitere, überhaupt nicht vorbildliche Situation könne eine Doppelspur sein (man möge mir Verzeihen), da ich das Rückführgleis aus Disentis irgendwo unterbringen muss, aber es nicht unbedingt an unzugänglicher Stelle haben möchte… Ich werde gelegentlich einen Fachsimpelapéro organisieren 🙂